direkt ohrbooten
sonntag uffn boxi die ohrbooten, straßenmusik mässig gesehn. fand ick echt jut. sollten mehr bands sich mal mit nem verstärker und guter laune auf die straße stellen und ein bissel musik spielen. der podcast von den jungs is übrigens sehr hörenswert.
ich beneide freunde, die im sommer jebotztak haben. da kann man nämlich schön im park sitzen. ein paar kästen bier ranschleppen, nen grill aufstellen und fertig. so geschehen auch an diesem samstag. wir saßen mit 70 leuten auf dem forkenbergplatz mit freunden, die man auch schon eine weile nicht mehr gesehn hat und haben uns im einarmigen reißen geübt.
grillen is übrigens stress pur. sonst ist da eigentlich immer unser grillmeister für zuständig, der weigerte sich jedoch. die anderen wollten auch nur essen, hatten aber keine lust zum grillen. da dacht ich mir ok, ich hab tierischen hunger, weil ick die sonst obligatorische stadionwurst beim union spiel ausgelassen hatte. “na dann grill ick halt.” grillen an sich is ja nich schlimm, aber die ganze bagage drumherum nervt. jeder weiß es besser: dreh die wurst doch ma um. is dit fleisch schon jut? ick hät gern dit leckere stück, wenns fertig is sagste bescheid. nun leg doch mal die baguettes rauf! man is von oben bis unten mit fett und marinade vollgeschmiert. naja so is dit halt, aber wenigsten kann man seinen verauchten rachen mit nem kühlen blonden anfeuchten.
nebenbei gabs zum glück nen paar nette leute mit denen man quatschen konnte und ein schickes rahmen programm. 4 typen mit gitarren, töpfen und bierkisten schwangen sich auf die rasenbühne und schrammelten los. war ne metalband, den bandnamen hab ick leider vergessen, die über ficken, bier und tod sangen brüllten grunzten. ick fands lustig. ick steh ja auf skurille mucke oder “ick hab keinen musikgeschmack” wie einer von den verfressenen mutmaßte.
als die zahlreichen hungrigen mäuler gestopft waren, durft ich mich dann auch mal in ruhe hinsetzen und ne wurscht essen. mmh lecker. die anwohner fanden das konzert wohl nicht so toll und alarmierten den “freund und helfer” und da die mucker schon fertig waren gab es nur noch das unerlaubte grillen zuverbieten. da konnt ick mir gerade noch ein stück fleisch vom grill nehmen, bevor einer der partygemeinde sich den grill schnappte, die beine in die hand nahm und in einer noch nicht von der polizei besuchten ecke, in ruhe weiter grillte. stunden später kam er zurückgedackelt. zum glück war ick satt und schon leicht angeglüht. das bier wurde zum glück auch den ganzen abend nicht alle, weil immer wieder ein paar freiwillige losstiefelt und zwei, drei kisten nachschub besorgten. mann war das ein schöner feucht fröhlicher parkgeburtstag.
die finnische Folk-Metall-Band Korpiklaani spielen songs rund ums thema natur. aber auch songs über das feiern im allgemeinen und bier im speziellen gehören zu ihrem reportoire. wer mal lust auf freibier hat sollte zu einem konzert von Korpiklaani gehen, denn der sänger Jonne Järvelä verteilt regelmäßig Freibier an das Publikum. der song “beer beer” geht echt ins ohr, auch wenn ich nicht gerade ein fan von mittelaltermucke bin.
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